Einmal Italien hin und zurück

Im Juli sind Daniela und ich an einem Sonntag über die Alpen nach Biella gefahren, um Montagmittag den Hauptsitz von Filatura di Crosa in Carisio zu besuchen, abends Pasta & Pizza in der Altstadt von Biella zu essen und um am Dienstag unter den Alpen durch wieder nach Köln zu fahren. Ein bissel verrückt war das schon, aber auch sehr interessant und schön 🙂

Vorbei am Genfer See, nach kurzer Überlegung ÜBER den Großen Sankt Bernhard ging es nach Norditalien.

             

Da, wo die Alpenausläufer in die Reisfelder der Poebene übergehen, liegt Biella, das Zentrum der Wollindustrie in Italien. Durch Globalisierung, wirtschaftlichen Rückgang in den 90ern und was weiß ich noch, wurden leider viele Wollfirmen geschlossen oder verlagerten ihren Sitz ins Ausland, was man auch am Verfall der Gebäude in der Stadt sehen kann.

                            

In Carisio, 20 km südlich von Biella, liegt das Firmengelände von Filatura di Crosa.

Hier wird die Wolle gekämmt, versponnen, manchmal „gebürstet“ oder heißem Dampf ausgesetzt, geknäuelt, mit einer Banderole versehen und verpackt, die dann bei uns im Laden liegt und auf euch wartet, um zu schönen Dingen verabeitet zu werden. Gefärbt wird an einem anderen Ort, ein paar km entfernt, so haben wir uns also die „letzten“ Schritte (Kämmen, Spinnen, Haspeln, Knäeulen) angeschaut. Btw. hätte ich nie gedacht, dass noch so viel von Hand erledigt wird.

      

       

Auch in die „Versuchsküche“ durften wir schauen:

    

Und alles, was hier liegt, ist alles Wolle 🙂

Da es an diesem Tag richtig heiß und in den Reisfeldern auch sehr schwül war, empfahl man uns,  Oropa, eine riesige Klosteranlage, am Übergang vom mediteranen zum alpinen Bewuchs am Fuße der italienischen Alpen, zu besuchen.

 

      

         

Für durstige Pilger gibt es hier gutes, klares und kaltes Quellwasser.

Immer weiter ging es den Hügel hinauf zur Chiesa Nuova

  

Aus der Entfernung gesehen, sah die „neue“ Kirche recht imposant aus. Direkt davor dachte ich nur, hoffentlich hält sie noch, bis wir wieder draußen sind. Die Säulen sind unverputzter Beton, das Gewölbe besteht aus brökelnden Ziegelsteinen. Aber laut Bodeninschrift war Benedetto auch schon da und hat es, meines Wissens, überlebt 😉

Unser „Pilgerweg“ bestand aus ein paar Höhenmetern:

 

Ein Blick zurück:

Übrigens, dort unten durch die Tür rechts, ist eine kleine Drogerie, in der es, neben einer ganz speziellen Außendekoration, auch leckeren Rhododendron-Honig aus klostereigener Produktion gibt.

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1 Response so far »

  1. 1

    Chaluda said,

    Hallo Isa,
    danke für Deinen Bericht von Eurer Reise, inzwischen bin ich noch mehr davon überzeugt, dass ich unbedingt mal Filatura di Grossa verstricken muß!
    bis demnächst
    Liebe Grüße Chaluda


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